Lizenzierung von Live-Tischspielen unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021: Zuständigkeiten der Bundesländer

Mia Coleman · Sep 24, 2026

Lizenzierung von Live-Tischspielen unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021: Zuständigkeiten der Bundesländer

Aktuelle Entwicklungen zur Lizenzierung von Live-Dealer-Spielen in deutschen Bundesländern

Der Glücksspielstaatsvertrag aus dem Jahr 2021 regelt die Rahmenbedingungen für Glücksspiele in Deutschland und überträgt die Verantwortung für die Lizenzierung von Live-Tischspielen wie Roulette und Blackjack nicht an eine zentrale Bundesbehörde sondern an die einzelnen Bundesländer während virtuelle Slots über die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder GGL bundesweit lizenziert werden und so ergibt sich eine differenzierte Rechtslage je nach Bundesland und Wohnsitz des Spielers.

Stand September 2026 zeigt sich dass Anbieter für Live-Dealer-Tische eine Lizenz des jeweiligen Bundeslandes benötigen in dem sie ihre Spiele anbieten und Spieler nur in jenen Ländern auf legale Angebote zugreifen dürfen für die der betreffende Operator eine gültige Genehmigung besitzt wobei Angebote aus anderen Bundesländern oder ohne entsprechende Lizenz als unzulässig gelten.

Verteilung der Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern

Im Gegensatz zu den virtuellen Automatenspielen die zentral über die GGL verwaltet werden fallen Live-Tischspiele in die Kompetenz der einzelnen Länder so dass jedes Bundesland eigene Verfahren zur Erteilung von Lizenzen entwickelt und betreibt während ausländische Lizenzen etwa aus Malta oder Curaçao keine Gültigkeit in Deutschland besitzen und somit weder Anbietern noch Spielern eine rechtliche Absicherung bieten.

Beobachter stellen fest dass diese Aufteilung dazu führt dass die Legalität eines Live-Blackjack- oder Roulette-Angebots stets vom konkreten Lizenzstatus des Operators in Bezug auf das Wohnsitzland des Nutzers abhängt und nur jene Angebote als erlaubt gelten die sowohl über eine landesspezifische Genehmigung verfügen als auch innerhalb der Grenzen dieses Bundeslandes angeboten werden.

Praktische Auswirkungen für Anbieter und Spieler

Anbieter müssen daher für jedes Bundesland in dem sie Live-Tischspiele betreiben wollen eine separate Lizenz beantragen und erfüllen während Spieler sicherstellen müssen dass der gewählte Anbieter in ihrem eigenen Bundesland zugelassen ist und so ergibt sich eine fragmentierte Marktstruktur in der die Verfügbarkeit legaler Live-Dealer-Spiele von Bundesland zu Bundesland variiert.

Übersicht über lizenzierte Live-Tischspiele und regionale Unterschiede in Deutschland

Die öffentliche Whitelist der zugelassenen Anbieter dient als Orientierungshilfe für Spieler und Behörden gleichermaßen und dokumentiert welche Operatoren in welchen Ländern über gültige Genehmigungen verfügen sodass Nutzer anhand dieser Liste prüfen können ob ein konkretes Angebot in ihrem Wohnsitzland als legal eingestuft wird.

Rechtliche Konsequenzen bei Nichteinhaltung

Unlizenzierte oder grenzüberschreitende Angebote von Live-Tischspielen bleiben untersagt und sowohl Anbieter als auch Spieler bewegen sich bei Nutzung solcher Angebote außerhalb des gesetzlichen Rahmens während die Bundesländer als zuständige Aufsichtsbehörden für die Überwachung und Durchsetzung der jeweiligen Landeslizenzen verantwortlich zeichnen.

Experten weisen darauf hin dass diese Regelung aus dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 bewusst eine klare Trennung zwischen bundesweit einheitlich regulierten virtuellen Slots und landesspezifisch lizenzierten Live-Tischspielen vornimmt um den unterschiedlichen Anforderungen an Spielerschutz und Marktaufsicht in den beiden Segmenten gerecht zu werden.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend ergibt sich aus dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 eine dezentrale Zuständigkeit für Live-Dealer-Tischspiele die an die einzelnen Bundesländer übertragen wurde und die Legalität solcher Angebote sowohl vom Lizenzstatus des Anbieters als auch vom Wohnsitz des Spielers abhängig macht während ausländische Lizenzen keine ausreichende Grundlage bilden und nur innerhalb der jeweiligen Landesgrenzen autorisierte Angebote als rechtmäßig gelten.